Richtfest für den Neubau Funktionsgebäude
25.08.2010. 09:03 von Uwe Seibt
24.08.2010 - Richtfest für den Neubau des Funktionsgebäudes im Wasserfahrzentrum Oehmestraße 1
Höchst persönlich bedankte sich der kommisarische Leiter des Eigenbetriebes Sportstätten und Bäderbetrieb, Sven Mania, bei den Bauleuten. Sie ließen das Funktionsgebäude auf der Oehmestraße 1 in die Höhe wachsen. Gäste sowie die zukünftigen Nutzer des Gebäudes bekamen einen ersten Eindruck von dem 2,2 Mio Euro teuren Bau, den der Eigenbetrieb mit 600.000 Euro Eigenmitteln unterstützt. Alle anderen Mittel werden aus Fördermitteln beglichen. Die entstandenen Mehrkosten bereiten noch Probleme. Obwohl an vielen Stellen der Luxus aus dem Projekt gestrichen wurde. Das ist auch gut und richtig so. Letztlich müssten die Vereine auch den Luxus bezahlen, der nicht unbedingt gebraucht wird.
Am 1. April berichtete SZ-Redakteur Hans Diemer in der Sächsischen Zeitung über das 2,1 Mio teure Objekt des Eigenbetriebes der Stadt. Leider steigen meistens noch die Kosten während der Bauphase, wie auch in diesem Falle.
Das nun denkmalgeschütze Sportfunktionsgebäude wurde nach der Flut 2002 durch die See-Architekten aus Sachsen projektiert. Auch das Funktionsgebäude wurde wieder durch sie geplant. Der für das Bauvorhaben verantwortliche Architekt, Stefan Wolf, erläuterte Besonderheiten des Projektes. Artchitektonisch unauffällig steht nun das Funktionsgebäude neben der einzigartigen denkmalgeschützen Sportstätte.
Nicht gespart wurde im Funktionsgebäude am Hochwasserschutz. Die massive Betonbauweise soll einen möglichen Auftrieb, bedingt durch die Elbnähe oder mögliches Hochwasser, entgegenwirken. Damit soll verhindert werden, dass das Gebäude wie ein Sektkorken bei Hochwasser aus der Erde katapultiert wird. Transportable Schotten sollen einen Hochwasserschutz mit dem Niveau des Jahrhunderhochwassers bieten.
Erste Strukturen der zukünftigen Sanitäreinrichtungen waren bereits sichtbar. Noch ist es ein Rohbau und bis zur Fertigstellung durch die verschiedenen Gewerke ist noch viel zu tun.
In Vorfreude auf die Inbesitznahme durch die Sportler im Januar 2011 bleibt zu hoffen, dass alle Nutzer mit gleichmäßiger Gerechtigkeit und Maßhaltigkeit bei der Berechnung der Nutzungsentgelte ab 2011 bedacht werden. Was nützt eine tolle Halle und ein neues Funktionsgebäude ohne Sportler. Bezahlbar für die Vereine muß es doch bleiben!
Eine Unterscheidung in wassernahe oder wasserferne Sportarten und daraus resultierender unterschiedliche Mietbrechnung fördert eine differenzierte Behandlung der Vereine und schafft Ansatzpunkte für Rechtsstreit sowie für Unbehagen der Dresdner Bürger. Diese Arbeitsweise im Hause des Eigenbetriebes der Stadt Dresden unter der gegenwärtigen Leitung von Sven Mania ist für den Verein weder nachvollziehbar - noch verständlich.




