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Sensations-BRONZE für Ruben Michael bei den LEM (U17)

30.01.2012. 07:23 von Uwe Seibt

BRONZE für Ruben Michael bei den Landeseinzelmeisterschaften U17:

Die Kritik gleich vorweg: Es war mehr drin! Als RUBEN MICHAEL seinen Auftaktkampf bei den Landeseinzelmeisterschaften der U17 am 28.01.2012 in Rammenau lediglich durch eine kleine Unaufmerksamkeit verlor, musste er von da an den langen Weg über die Hoffnungsrunde gehen. Bei 12 Startern in seiner Gewichtsklasse (- 43 kg) und Dopppel-K.O.-System war damit jeder weitere Kampf gleichzeitig ein Endkampf, weil eine weitere Niederlage das sofortige Turnieraus bedeutet hätte.

Was war also zu tun? Nachdem Ruben seinen Erstrundengegner nur mit erfolglosen Seoi-Nage-Eingängen quälte, musste jetzt eine radikale technisch-taktische Änderung her. Die Trainerlösung: Knallharte Fuß- und Beinangriffe (Zitat: "Bis deren Schienbeine so weich sind, dass sie wegfließen!"), Vorwärtstechniken antäuschen, dann blitzschnell auf Körperkontakt mit dem Gegner gehen und mit Techniken gegen Füße und Beine (ASHI-WAZA / SUTEMI-WAZA) seitlich oder nach hinten angreifen. Kombinationen (RENRAKU-WAZA) Seoi-Nage / O-Uchi Gari oder Ko-Uchi-Gari oder Ko-Uchi-Maki-Komi sowie O-Uchi-Gari / Uchi-Mata zeigen. Außerdem den Gegner durch ständiges Bewegen und Führen (auf Zuge halte) konditionell plätten, abwarten bis dessen Körperspannung nachläßt und dann weghauen; Zeit dafür ist bei vier Minuten Kampfzeit schließlich genug...

Kurz gesagt, die Kämpfe 2 und 3 gewann er jeweils nach weniger als 40 Sekunden mit einer Mischung aus TANI-OTOSHI und KO-SOTO-GAKE auf Ippon.
Eingeschworen auf seinen letzten Kampf - das Kleine Finale - und dem Bewußsein, vor dem größten Turniererfolg seines bisherigen Judolebens zu stehen, wuchtete er seinen Gegener mit einem lehrbuchreifen SUKUI-NAGE derart überraschend auf die Matte, dass die offensichtlich ebenfalls überraschten Kampfrichter leider gar keine keine Wertung gaben, obwohl auch nach dem Urteil der umstehenden Trainer und Zuschauer ein Ippon hätte angezeigt werden müssen.

Da der Kampf also fortgeführt wurde, nutzte Ruben wenige Sekunden später doch gleich mal die Gelegenheit, seinem sichtlich geschockten Gegener noch eine schicke Technik vorzuführen - den O-UCHI-GARI. Leider war nach diesem Ippon der Kampf und das Turnier auch schon vorbei. Und wer unseren RUBEN - das Harry-Potter-Double aus Laubegast - noch nie vor Freude hat ausrasten sehen, musste sich wundern, wie der feiern kann.

Aber wie gesagt, es war mehr drin. Denn sein Erstrundengegner, gegen den Ruben verlor und der ihn gleich in die Hoffnungsrunde schickten, hatte mit dem Turnierausgang nichts mehr zu tun. Nicht auszudenken, wenn Ruben seinen ersten Kampf gewonnen hätte ... dann wäre sein vierter Kampf nämlich das Finale gewesen. Und ganz ehrlich - die beiden Finalisten waren wirklich wenig überzeugend.

RUBEN hat sich mit dieser Platzierung direkt für die Mitteldeutschen Einzelmeisterschaften (MDM) in Rudolstadt am 11.02.2012 qualifiziert. Dies ist der bislang größte Einzelerfolg unseres Judoclubs im Kinder- und Jugendbereich seit Jahren. Bereits im vergangenen Jahr hatte HANNAH das beste Mannschaftsergebnis unseres Clubs bei den Mitteldeutschen Vereinsmannschaftsmeisterschaften (5. Platz als Gaststarterin für den VfL Riesa) erzielt. 

Glückwünsche an Ruben von seinem Verein.

Text: Sven Reyher

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